Petra Leutner
Petra Leutner

Meine Liebe zum Yoga habe ich im Fitness-Studio entdeckt. Nachdem ich jahrelang diverse Powerkurse (Spinning; Tai Bo...) besucht hatte; bin ich irgendwann einmal in eine Yogastunde gegangen. Und ich war begeistert:

„den Körper zu fordern aber nicht zu überfordern“

„die eigenen Grenzen wahrnehmen; anzunehmen, zu achten und sie nicht zu überschreiten“

„Bewegungen eingebettet in den Atem“

„dieses sanfte Wahrnehmen und Spüren des eigenen Körpers“

 

Yoga findet für mich nicht nur auf der Matte statt, sondern bzw. auch vor allem im Alltag; 

„in stressigen Situationen; mit Hilfe des Atems wieder runterzukommen“

„Gegenwärtig sein – indem was ich im Moment tut“

„Annehmen So wie es gerade ist“

„die Dinge Schritt für Schritt zu erledigen und bei dem zu bleiben was man gerade tut“

Vor allem in unserer kopfgesteuerten Leistungsgesellschaft finde ich es sehr wichtig, wieder mehr ins „Fühlen“ ins „Herz“ zu kommen! 

Yoga zu lehren ist mehr als ein Beruf – es ist eine Berufung. Aus der Erfahrung und der Auseinandersetzung mit der eigenen Persönlichkeit – bedingt durch das eigene Üben - entstand der Wunsch, die großen yogischen Weisheiten weitergeben zu wollen, deshalb entschied ich mich vor 2 Jahren eine Hatha-Yoga Ausbildung im „yoga-mandiram“ in München anzufangen. 

Die Ausbildung orientiert sich an der klassischen Tradition des Yoga-Gelehrten Sri T. Krishnamacharya, einer der größten spirituellen Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. Yoga, wie wir es heute kennen, wurde wesentlich von ihm geprägt. Diese Traditionslinie wird heute weitergeführt von T.K.V. Desikachar, einem Sohn Sri Krishnamacharyas sowie von unserem verehrten Lehrer R. Sriram, die beide enge Schüler Sri Krishnamacharyas waren. Seit Jahrhunderten wird das tiefe Wissen, das als universal gültiges Wissen und auch als Wissenschaft bezeichnet werden kann, immer wieder an Schüler weitergegeben und weltweit vielen Menschen zur Verfügung gestellt.

 

Die tragende Säule dieser Tradition ist die tiefe Ehrfurcht und Achtung vor der Einzigartigkeit eines jeden Menschen. Der Mensch steht im Mittelpunkt und Yoga wird an den Menschen und seinen individuellen Bedürfnissen und Möglichkeiten angepasst.

 

Ebenso wesentlich ist die achtsame Atemführung. Verbinden wir die Bewegungen des Körpers bewusst mit dem Atem, verfeinert sich das Üben und die Aufmerksamkeit richtet sich nach innen. Es entsteht eine körperliche Schönheit und fließende Leichtigkeit in unserem Üben. Nicht mehr das Erreichen einer perfekten äußeren Form steht im Vordergrund, sondern ein tiefes inneres Erlebnis, ein Verschmelzen von Atem, Körper und Geist. So verbindet Yoga uns mit dem Fluss des Lebens.

 

Dazu benötigen wir Konzentration und Achtsamkeit.

 

Die Körperübungen - asanas - werden größtenteils dynamisch gelehrt als eine besondere Folge von Bewegungen. Auch hier stehen die Möglichkeiten und Bedürfnisse des Übenden im Vordergrund, so dass eine beständige, achtsame Entwicklung geschehen kann.


Yoga in der Tradition von T. Krishnamacharya schöpft aus den traditionellen Quellen des Yoga, im Besonderen aus dem Yogasutra des Patanjali, das vor mehr als 2000 Jahren entstanden ist, aus der Bhagavad Gita und aus dem Lebenswerk des Gelehrten T. Krishnamacharya. Jede dieser Quellen beschäftigt sich mit der Funktionsweise des Geistes und der Verbindung des Menschen mit seinem Wesenskern.


Yoga, wie ich ihn verstehe und lehre, ist ein Weg zur Selbstfindung und gleichzeitig eine Methode, die uns lehrt, wie wir mit den Herausforderungen des Lebens besser umgehen können, einen Zustand der Klarheit im Geist und des inneren Friedens finden können, der zu mehr Achtsamkeit uns selbst und anderen gegenüber führt.